Jena Experiment

Laufzeit:

Gefördert:

2002 – 2018
(current phase since 2016)
Deutsche Forschungsgemeinschaft
(DFG), FOR 456, FOR 1451

Kontakt:
Link:
Wolfgang.Weisser[at]tum.de
www.the-jena-experiment.de

Kurzbeschreibung

Das Jena Grasland Biodiversitätsexperiment (kurz Jena Experiment) hat das Ziel, die Bedeutung von Biodiversität für Prozesse auf der Ökosystemebene zu verstehen. Als Modellsystem dienen Grasslandgemeinschaften. Im Jahr 2002 wurden aus einem Artenpool von 60 Arten Pflanzengemeinschaften von 1-60 Arten und 1-4 funktionellen Gruppen angelegt, in denen vergleichend Messungen zu Stoffflüssen und Wechselwirkungen zwischen Organismen untersucht werden. Das Experiment besteht aus einer Reihe von Unterexperimenten (Main experiment, Dominance Experiment, Trait-based Experiment), die auf der Webseite des Projekts vorgestellt werden. Detailierte Informationen finden sich auch in der Arbeit von Roscher et al. (2010).

Seit dem Beginn des Experiments wird eine Vielzahl von Daten mit Hilfe eines internationalen Forscherteams aufgenommen, die zur Aufklärung ökologischer Abläufe in unterschiedlich diversen Artengemeinschaften beitragen. Dazu zählen u.a. die Produktivität von Ökosystemen, die Kohlenstoffspeicherung und Stickstofffixierung, Bestäuberverhalten, Herbivorie und Stoffabbau. In zahlreichen Einzelstudien wurden daraus wichtige Erkenntnisse zu demographischen und physiologischen Abläufen sowie morphologischen Eigenschaften gewonnen. Jedes Mitglied des Teams, und der verschiedenen Teilprojekte hat seine eigenen Aufgaben; zum Beispiel um Interaktionen in Artgemeinschaften oder Wasser- und Stoffkreisläufe zu untersuchen, sowie Prozesse der Flora und Fauna sowohl über und unter der Erde zu verstehen. Nicht zuletzt spielen angewandte Aspekte eine Rolle, wie zum Beispiel die Rolle von Artenvielfalt auf die Bioenergieproduktion. Die große Anzahl von Daten und Untersuchungsergebnissen wird zunehmend in ein Gesamtbild übertragen. Aktuelle Synthesearbeiten untersuchen die Rolle von Biodiversität für organismische Interaktionen (Scherber et al. 2010) und für die Stabilität von Ökosystemen (Proulx et al. 2010). Auf der Webseite des Projekts finden sich einige Zeitungsartikel und Radiobeiträge, die Ergebnisse des Jena Experimentes erläutern.

Das Jena Experiment ist eine internationale Plattform für Biodiversitätsforschung. In der Kerngruppe forschen zurzeit deutsche, schweizerische, niederländische und französische Gruppen an verschiedenen Aspekten der Biodiversität (www.the-jena-experiment.de). Interessierte Wissenschaftler wenden sich bitte an W. Weisser für mehr Informationen.

Die Arbeitsgruppe Weisser ist verantwortlich für die Projektdatenbank und Arbeiten zur wissenschaftlichen Synthese der Ergebnisse (Projekt Database and Synthesis). Die Arbeitsgruppe untersucht auch die Rolle von Pflanzendiversität für die Diversität von Insekten und die Interaktionen zwischen Pflanzen, pflanzenfressenden Insekten, Bestäubern, sowie den Gegenspielern, Räubern und Parasitoiden.

Further, on Forschung webpage:

could you replace the picture of JE with a video:

in German (https://www.youtube.com/watch?v=yQSe6a2LBYM)
or English (https://www.youtube.com/watch?v=j3SvG2nBCTM)

Feel free to contact me if you need my help.

Personen

Projektkoordination
Sprecher: Prof. Nico Eisenhauer
Koordinatorin: Dr. Anne Ebeling
Technische Mitarbeiterin: Gerlinde Kratzsch
Gärtner: Steffen Eismann, Steffen Ferber, Ute Köber, Katja Kunze (on maternity leave), Heike Scheffler, Silke Hengelhaupt

Projekt Database and Synthesis
Dr. Sebastian Meyer (Synthesis Postdoc)
Dr. Luo Guangjuan (Database manager)
Sven Thiel (Database programme)

Herbivorie und multi-trophische Interactionen
Lionel Hertzog (Ph.D.-Student)